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3. Dezember 2008

Des Nachts

Wieder einmal nur von 0-4 Uhr geschlafen und dann wach gelegen, weil mir zu viele Dinge im Kopf rumgingen. Nein, keine Alpträume, oder Panikattacken, eigentlich schöne Gedanken...
Gedanken an Dich und die Zeit mit dir, ich konnte dich spüren, dich fühlen, dich riechen und du warst einfach bei mir....
Ich hatte ein Lächeln auf den Lippen und ich sah deines, das meinem Herzen gut...
Deine Augen sind so wunderschön, so tief und so emotional, ich kann darin lesen, wie du dich fühlst und ich mag es mich in Ihnen zu verlieren...
Ich liebe es dein Haar zu berühren, es zu streicheln und es zu zerwuscheln...
Deine Hände sind so zart und so geschickt, sie können vieles, was ich meine nicht können und ich halte sie so gerne beim spazieren gehen...
Ich mag es, wenn du morgens barfuß über den Boden läufst, dieses leise Tapsen bringt mich immer zum Lächeln und ich fühle mich dann als der glücklichste Mensch der Welt...
Und gerade als ich mich umdrehen wollte, mich an dich schmiegen und dich in dem Arm nehmen, da wurde ich wach und habe fest gestellt, dass ich alleine in meinem Bett liege und das alles nur mal wieder Träumereien waren, die mich im Endeffekt nicht schlafen ließen...

23. März 2007

Liebeserklärung an die Frauen!

Nachdem Strawberry Shortcake ihre Sicht über die Männer abgegeben hat, finde ich, sollte auch jemand, in dem Fall ich, ebenso die Frauen mit dem nötigen Respekt würdigen, denn ohne die Frauen wären wir Männer mit Sicherheit nur die Hälfte wert und verloren auf dieser Welt.

1. Frauen riechen immer gut. Egal, ob morgens, abends, nachts, sie haben für uns Männer zumeist einen sehr anziehenden Geruch von Pflegecremes, tollem Parfum oder einfach ihren eigenen.

2. Frauen haben die zarteste Haut der Welt. Eine Frau sanft zu berühren und ihre weiche, wohlbehandelte Haut zu spüren ist einfach ein Traum.

3. Frauen können Männer mit nur einem Blick verzaubern. Nach einem Streit ärgert man(n) sich und dann schaut die Frau einen an und sofort ist aller Ärger vergessen, man lächelt sie an, umarmt sie und somit ist die Angelegenheit ausgestanden.

4. Frauen geben Männern selbst in der heutigen Zeit noch das Gefühl, dass man ihr Beschützer sein muss. So etwas lieben wir Männer, wenn wir gebraucht werden.

5. Für "schwierige" Dinge ruft ihr Frauen uns Männer, obwohl ihr sie eigentlich auch selbst tun könntet, aber ihr wollt uns das Gefühl geben, dass ihr uns braucht.

6. Es gibt nichts tolleres als eine beste Freundin zu haben für einen Mann. Sie wird immer ehrlich zu dir sein, dir zuhören, dir ihre Meinung sagen und einfach da sein für dich. Im Idealfall ist das die eigene Partnerin. :o)

7. Männer sind gerne große Brüder für die Frauen und die Partnerin und genießen das in vollen Zügen.

8. Frauen sind einfach wunderschön, wenn sie nachts neben einem im Bett liegen und sich so süß an uns kuscheln. Da bleibt uns nichts anderes übrig als sie zu beobachten, zu lächeln und sie einfach toll zu finden.

9. Frauen machen Dinge, die alleine langweilig sind zu den besten Erlebnissen des Lebens. Das Kochen mit einer Frau ist eine Freude, alleine ist es für uns Männer nur lästige Pflicht.

10. Frauen sind zwar nervig, wenn es ums Shoppen geht, aber dennoch gehen wir Männer im Prinzip gerne mit und begeistern uns mit Ihnen an ihrer Verwandlungsfähigkeit und den tollen Outfits, die sie immer irgendwo findet.

11. Frauen können verschieden Stile zusammen anziehen, die wir Männer uns so nicht trauen würden. Frauen sehen zu 99% in allem und in jedweden Farben für uns Männer toll und erotisch aus. Außerdem finden sie oftmals auch für uns in den hintersten Ecken der Läden und in noch so dunklen Geschäften tolle Shirts, Jeans usw., die uns dann ausgezeichnet stehen.

12. Frauen sind die besten Diskussionspartner der Welt. Sie öffnen uns die Augen für eine andere Sicht der Dinge, wie wir sie in uns drin stecken haben.

13. Durch ihren Gang, ihre Bewegungen, ihre Stimme und die dadurch ausgelösten Fantasien werden bestimmte Frauen für uns zu den erotischsten Wesen dieser Erde.

14. Frauen sind die weltbesten Tröster dieser Galaxie. Sie finden immer etwas womit sie uns aufbauen können, dass wir unseren Kummer vergessen.

15. Eine Frau, die uns an einem total gewöhnlichem Tag für uns kocht, uns mit einem romantischen Candlelight-Dinner überrascht, sich dafür toll anzieht und dann lächelt, wenn uns vor Rührung fast die Tränen in die Augen steigen, ist unbezahlbar.

16. Frauen bringen es immer wieder fertig uns Männer mit den kleinsten Kleinigkeiten zum Lächeln zu bringen. Einer Bewegung, einem Satz, einer Geste, einem Augenzwinkern und mit noch so vielem mehr.

17. Frauen sind in den meisten Situationen die allerbesten Gegenpole zu uns Männern und können uns immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

18. Frauen sind überaus süß, wenn sie mal eifersüchtig sind und das macht sie für uns noch begehrenswerter, als sie es bis dato sowieso schon für uns sind.

19. Ein Kuss und das in-den-Arm-genommen-werden einer Frau zum richtigen Zeitpunkt, ist das allerhöchste was sich ein Mann vorstellen kann.

20. Frauen sind es wert begehrt zu werden, denn sie machen uns Männer glücklich und sorgen bei uns für das richtige Mittel zwischen Mann sein und Partner sein.

26. Februar 2007

Ansichten über unsere Gesellschaft

"Ja, das Stück beschreibt eine bestimmte Art Zerissenheit. Auf der einen Seite haben wir alle dieses physische Verlangen, Spaß zu haben, Menschen zu treffen, und durch die Weltgeschichte zu vögeln. Auf der anderen Seite sagt uns der rationale Teil unseres Gehirns, dass es dadurch ungeheuer schwer wird, wirkliche Intimität zu erreichen. Promiskuität scheint für viele Menschen zu einer absoluten Horrorvorstellung geworden zu sein, weil es heute so einfach ist, einen Partner für bedeutungslosen Sex zu finden. Für unsere zwischenmenschlichen Beziehungen wird diese Entwicklung einige sehr beängstigenden Folgen haben."

"[...]es ist auch ein sehr reales Szenario. Die Selbstmordrate unter jungen Männern ist in England (auch in anderen europäischen Ländern, Anm. d. Verf.) ein großes Problem, das viel zu wenig Aufmerksamkeit erfährt. Im letzten Jahr haben zwei meiner Freunde versucht, sich umzubringen, nachdem sie mit der Universität fertig waren. Die Aussicht, ein ganzes Leben vor sich zu haben, erschien ihnen einfach zu gewaltig, zu entmutigend. Und, mein gott, was sagt das über unsere Gesellschaft aus?"

(Kele Okereke, dunkelhäutiger Leadsänger von "Bloc Party" in einem klasse Interview in der Februarausgabe Nr. 167 der VISIONS)

Tja, ich muss ihm da vollkommen recht geben. Trotz aller Bemühungen der Emanzipation und der Gleichstellung der Geschlechter, der Integration fremder Kulturen, der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit, irgendwie läuft doch einiges sehr verkehrt in unserer westlichen Welt. Die Frage ist nur: Wo soll man da anfangen diese Probleme zu lösen? Sicher nicht bei Renten- und Krankenkassenreformen...

8. Februar 2007

Ein Frühlingssonnentag

Ich rieche den Duft der Blüten und sehe die jungen Triebe der Bäume,
die bunte Vielfalt der Wiesenblumen leuchtet in ihren schönsten Farben,
beim einatmen spüre ich das neue Leben in der Natur,
ich lausche den fernen Geräuschen der Waldtiere und höre die Vögel an meinem Ohr singen.
Ich atme ein, ich atme aus und bin frei.

Ich nehme dich bei der Hand und laufe mit dir barfuß über die Wiese,
es gibt nur die Sonne, den naheliegenden Wald, die Bienen und Hummeln und uns.
Wir lachen gemeinsam, wir fühlen das Kribbeln der Grashalme unter unseren Füßen,
wir bleiben stehen, wir küssen uns und es gibt nichts um uns herum außer der Natur.
Wir atmen ein, wir atmen aus und sind frei.

Ein Kaninchen schaut uns ganz groß an und winkt uns mit seinen Pfoten zu,
Ein Mann, der mit seinem Hund vorbeiläuft, pfeift ein Liedchen und grüßt uns freundlich,
der Hund kommt herangetollt, lässt sich kraulen, klaut uns ein Stück Salami und rennt schwanzwedelnd davon,
Wir lachen über seine Gerissenheit, der Mann zwinkert uns zu und wir winken ihm zurück.
Wir atmen ein, wir atmen aus und wir sind frei.

Wir liegen im Gras und beobachten die Bussarde am Himmel,
wir lassen Schmetterlinge über unsere Arme krabbeln und lassen uns von den Ameisen kitzeln,
wir teilen unseren Picknickkorb mit den Käfern, Bienen und Ameisen,
ich sehe den Glanz in deinen Augen und bin glücklich, weil du es bist.
Wir atmen ein, wir atmen aus und wir sind frei.




by I cross my heart and hope to die

7. Februar 2007

Partnerwahl

Suchen wir uns unseren Partner wirklich immer ganz von alleine aus und tun das freiwillig? Oder lassen wir uns doch finden, wie es immer so schön heißt. Wer steuert denn das ganze überhaupt? Sind es nur chemische Prozesse in unserem Körper, die uns sagen: Nimm die, lass die Finger von der, die sieht zwar gut aus, aber mit der will ich mich nicht paaren? Wie kommt es dann aber, dass sich viele Menschen übers Internet kennelernen und "verlieben"? Denn da spielt beim Lesen von Wörter und dann im Höchstfall beim Hören der Stimme der/des anderen diese chemischen Reaktionen keine Rolle. Woher "weiß" der Körper dann, dass ein Partner aus der Ferne besser ist, als einer, der näher bei einem selbst wohnt? Oder spielt das in dem Fall keine Rolle, sondern die Auffrischung der Gene innerhalb eines Familienstamms ist in dem Fall das primäre Ziel? Dann die Meinung von anderen: Inwiefern beeinflusst uns das denn, wenn der beste Freund/ die beste Freundin uns sagen: "Mensch, Junge/Mädel, lass die Finger von der/ihm, das wird doch eh nichts, egal wie sehr du das probierst!!" Menschen können im Normalfall nur im "Rudel" überleben und sich total entfalten, daher ist auch Altruismus für uns eines der wichtigsten Dinge, die uns zusammenhält. Aber erklärt Altruismus wirklich so einfach all unsere Beziehungen und gesellschaftlichen Bünde? Wie ist es denn nun mit Nächstenliebe? Denn immerhin ist nicht alles was wir tun, nur darauf ausgerichtet zu unserem eigenen Nutzen zu sein. Also nochmal: Was bestimmt uns in der Auswahl unseres Partners? Das Anderssein des Partners? Oder sollte er möglichst uns gleich sein? Oder können wir nun wirklich nichts dagegen, bzw. dafür tun uns müssen einfach denjenigen/ diejenige nehmen, bei dem unser Gehirn sagt: "Nimm die, mit der ist es uns vom größten Nutzen unsere Gene zu teilen, um das Optimale für unseren Nachwuchs herauszuholen".

Fragen über Fragen. Wer sagt mir denn nun, was es GENAU ist? *seufz und verzweifelt guck*

P.S.:Das war nun kein deprimierter Ausruf, oder ein Anflug von Verzweiflung, sondern eine auf die Praxis ausgerichtete Frage, die mir nach der Lektüre eines Artikels darüber kam. :o)

12. Januar 2007

...

Ein Sandkorn in der Wüste liegt dicht bei seinem Nachbarn. Es kommt ein Windstoß und weht es, seinen Nachbarn und noch viele seiner anderen Nachbarn fort. Am neuen Ort angekommen hat es wieder neue Nachbarn, an die es sich gewöhnen muss. Mit denen es gemeinsam um einen sicheren Halt kämpfen muss, um nicht wieder bei der sanftesten Brise weggeschoben zu werden. Manche laufen über das Sandkorn, drücken es tiefer in die Erde unter andere Sandkörner, aber es möchte nach oben, ans Licht. Also wartet es bis der nächste Wind kommt, andere Sandkörner wegträgt, oder der nächste Schritt kommt und es sich wieder nach oben arbeiten kann. Denn ewig im Dunkeln zu bleiben und dauernd neue Nachbarn zu bekommen, die eng an einem liegen, das gefällt dem Sandkorn nicht. Am liebsten wäre es dort, wo es zum Sandkorn wurde, als damals der Stein so zerbröckelt ist durch die Erosion und sich das Gestein entschloss keinen Widerstand mehr zu leisten. Dort fühlte es sich sicher, bei den Sandkörner, mit denen es einmal eine Einheit bildete und die es kannte, die sie beschützten vor Wind und Regen. Nur leider geht das nicht und so versucht es eben sich nicht zu sehr von den Elementen mittragen zu lassen und wenn, dann so schnell wie möglich an seinem neuen Platz Sicherheit zu finden. Das ist das Schicksal des Sandkorns, obwohl es auch von anderen gehört hat, dass diese ewig an einem Ort bleiben, mit immer den selben Nachbarn. Aber es hat sich mit seinem Schicksal abgefunden und versucht das Beste daraus zu machen, solange es nicht ganz zu Staub zerfallen ist. Das wird das Ende des Sandkorn bedeuten.......

17. Juli 2006

Lippen auf Lippen

Meine Lippen sind feucht vor Erregung und deine liegen prall und rot vor mir. Ich bewege meinen Mund auf deine Lippen zu und fange an sie sanft zu küssen. Ich merke wie es deinen Körper durchzuckt, als ich sie zum ersten Mal berühre. Es macht mich an, dass ich dir solche Emotionen geben kann. Meine Zungenspitze berührt sanft eine deiner Hautlappen und leckt sanft darüber. Ich stoppe kurz, sehe dich an und sehe ein zartes Lächeln, deine Augen sind geschlossen. Deine Hände streicheln über mein Haar und halten mich fest an dich gedrückt. Meine Zunge gleitet weiter die eine Lippe entlang und dann die andere wieder zurück. Ich spüre die Wärme die von dir ausgeht und ich fühle wie du immer feuchter wirst. Ich genieße es dich zu schmecken und fühle mich wohl an der Stelle. Meine Erregung steigt auch mit jedem Zentimeter, den meine Zunge auf ihrem Weg fortschreitet. Dein Becken presst sich mir entgegen und ich schiebe meine Hände unter deinen Po, um dich fest an mich drücken zu können. Meine Zunge arbeitet sich weiter nach oben, hin zu deiner Perle. Ich spüre mit meinen Tastzellen, dass sie schon leicht anfängt zu vibrieren und ich umfange sie mit meinen Lippen. Ich sauge leicht an ihr und ziehe leicht an ihr. Du fängst an zu stöhnen und dein Becken wird unruhiger, deine Hände krallen sich fest in mein Haar. Ich sauge heftiger an deiner Perle. Danach gleiten meine Hände über deinen Po zu deiner Lusthöhle und streicheln über sie. Ich verteile deinen Saft über deine Rosette und fange an sie mit einem Finger zu streicheln. Ich merke, wie sie anfängt zu zucken und du noch 'unruhiger' wirst. Meine Zungenspitze befindet sich genau am Dreieck deiner Lust und leckt sanft darüber. Ich lecke mit der ganzen Zunge weiter hinunter und umkreise sanft deine Höhle. Ich sehe deinen Saft aus dir fließen und genieße es dir Freude zu bereiten. Meine Zunge stößt plötzlich aber heftig und tief in deine Höhle. Mit einem Aufschrei reißt du an meinen Haaren und dein Becken bewegt sich schlagartig nach oben. Ich wiederhole den Vorgang und sehe dabei auf deine Klitoris, die heftig zuckt. Mein Finger stößt nun sanft in deinen Po und der andere reibt über deine Klitoris. Dein Stöhnen wird immer lauter, unrhythmischer und heftiger. Nach einem letzten eruptivem Reiben, Stoßen und Lecken kommst du und meine Zunge schmeckt deinen Saft, mein Finger spürt das Erschlaffen deiner Klitoris und dein Körper verkrampft kurz, bevor du erschöpft und zufrieden nach hinten sinkst. Du ziehst mich zu dir nach oben und küsst mich lange und intensiv. Wir umarmen uns und liegen glücklich und schweigend nebeneinander und genießen das eben Geschehene....

12. Juli 2006

Werwolf

Über den kahlen Bäumen des Parkforsts lag eine frostklare Winternacht. Eine junge Frau stand fröstelnd auf einer der schneebedeckten Lichtungen. Als in der Ferne die Turmuhr zwölfmal schlug, kuschelte sie sich enttäuscht in ihren roten Mantel und verließ die Lichtung. Sie eilte über die sauberen Kieswege und bog in einen der vielen Trampelpfade Richtung Altstadt ein.
Tausend Gedanken flogen ihr durch den Kopf. Vielleicht hatte sie sich alles nur eingebildet: »Wahrscheinlich war es doch nur einer von den vielen Straßenkötern, die nachts die Gassen durchstöbern«.
Eine weiße Dunstwolke bildete sich vor ihrem Mund. Sie seufzte und blieb stehen. Ihre Augen suchten den Mond, der hinter der schwarzen Silhouette einer Fichte hervorlugte und sein spärliches Licht auf dem schmalen Pfad tanzen ließ. Ob es wirklich schon Vollmond war?
Plötzlich lief ihr ein kalter Schauer über den Rücken. Irgendetwas war dort im Dunkel der Bäume. Sie spürte es in jedem ihrer sich sträubenden Nackenhaare. Sie starrte in die Finsternis. Aus dem Schatten lösten sich die Umrisse zweier rot glühender Augen.
Erleichtert atmete sie auf. Wie sehr hatte sie diese Augen vermisst ! »Musst du mich immer so erschrecken ?« fragte sie mit zittriger Stimme. Als er aus dem Schatten schritt, kniete sie sich aufgeregt hin und umarmte die Wolfsgestalt.
Er schloss die roten Augen, rieb seine Schnauze an ihrem Hals, während sie sein schwarzes Fell streichelte. Seine Zunge berührte ihre Haut. Instinktiv biss er vorsichtig zu. Erschrocken riss sie sich los, fiel lautlos hin und kauerte sich zuckend unter ihren Mantel. Er kniff den Schwanz zwischen die Beine und winselte.
Als sie ihre weiße Schnauze unter dem Mantelsaum hervorsteckte, bleckte sie die Zähne: »Verdammt noch mal! Hättest du nicht warten können?«.
Wild zerriss sie mit ein paar kräftigen Bissen ihre Jeans und befreite ihre Hinterpfoten. Ihr weißes Fell sträubte sich: »Weißt du eigentlich, wie bescheuert es aussieht, wenn ein Wolf mit zerrissenem Slip, BH, einer Handtasche und Stöckelschuhen im Maul durch die Altstadt rennt ?« Ihr Knurren verhallte im Wald.
Unterwürfig half er ihr die zerrissenen Sachen zu vergraben. Den restlichen Weg über versuchte er, sie mit treuem Dackelblick zu besänftigen. Eigentlich war sie gar nicht mehr wütend. Er hatte sie keinen Vollmond sitzen lassen. Sogar läufige Rasse-Huskies hatte er ihr gegenüber verschmäht, was sie ihm sehr hoch anrechnete und bevor sie den Wald verließen, gab sie ihm mit ihrer kalten Schnauze einen feuchten Kuss.
Am nächsten Morgen erwachte sie in ihrem Bett. Es war feucht und das Laken war zerrissen. Weißes und schwarzes Wolfshaar hatte einen grauen Belag auf dem Bettzeug gebildet. Als sie aufstand, ließ sie die Vorhänge verschlossen. Sie tappte im Halbdunkel zum Kühlschrank. Nachdem sie ihn geöffnet hatte, zerriss sie eine Folienpackung und schlang ein rohes Steak fast im Ganzen herunter. Sie schaute auf ihre blutigen Finger. Jetzt erst bemerkte sie, dass sie ihre menschliche Gestalt wieder hatte. Verwirrt schaltete sie das Licht an. Die Wohnung war leer. Er hatte sie wieder verlassen. Sie lief zur Tür. Ihr war klar, dass er nicht mehr da war, aber vielleicht …
Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, er hatte ihr an der Katzentür des früheren Besitzers eine Botschaft hinterlassen. Sein Revier markiert ! Sie schloss die Augen. Jedes einzelne Molekül durchströmte ihre Sinne. »Ewige Liebe!«
Sie seufzte. Eigentlich wusste sie gar nicht, wie er wirklich aussah. Nicht mal seine Augenfarbe.
Nur eines wusste sie noch, dass sie, wenn sie jetzt zum Schlachthof ging, ihn treffen konnte, wenn er Reste für seinen angeblichen Hund holte. Aber vielleicht wollte sie ihn gar nicht als Mensch sehen. Sie würde lieber bis zum nächsten Vollmond warten, ihn zur Jagd auffordern. Und dann würde sie ein frisch erlegtes Brautgeschenk von ihm bekommen, wie bei ihrer ersten Nacht mit ihm.
Ein kalter Schauer riss sie aus ihren Träumen. War das wirklich sie ? Als sie sich das Blut von den Fingern wusch und versuchte den dünnen weißen Pelz auf ihrer Haut zu entfernen, bemerkte sie, dass ihre Eckzähne schon wieder ein Stück gewachsen waren.
Da erkannte sie, dass sie schon bald nicht mehr auf Vollmond würde warten müssen.

Gefunden unter: http://www.erotische-literatur.de/prosa/werwolf.shtml

29. Juni 2006

Selbes Thema wie zuvor.

Sadness

Am I to be happy?
I dwell so deep within myself
that I have never seen the light of day.

The past never happened,
the future will never come,
and the present isn't real.

Depression is a part of everyday life.
The birds chirp for someone else,
The day warms the lives of everyone,
but me.

Happiness lies near,
but my mind won't let my heart reach for it,
and happiness never knew.

I live in a prison,
solitary confinement.
Fear is my guard.

Nothing stops happiness from reaching me,
only me from it.
I am sure that if I can ever grasp it
that the barrier will be forever shattered.

How do you break through invisible bars?
What is it like to touch something you've never had?

I am confined to myself,
Just me and my sadness.

(Jeremy Redinger)

Traurigkeit die jeder kennt

Man weiß von vornherein, wie es verläuft.
Vor morgen früh wird man bestimmt nicht munter.
Und wenn man sich auch noch so sehr besäuft:
die Bitterkeit, die spült man nicht hinunter.

Die Trauer kommt und geht ganz ohne Grund.
Und angefüllt ist man mit nichts als Leere.
Man ist nicht krank. Und ist auch nicht gesund.
Es ist, als ob die Seele unwohl wäre.

Man will allein sein. Und auch wieder nicht.
Man hebt die Hand und möchte sich verprügeln.
Vorm Spiegel denkt man: "Das ist dein Gesicht?"
Ach, solche Falten kann kein Schneider bügeln.

Vielleicht hat man sich das Gemüt verrenkt?
Die Sterne ähneln plötzlich Sommersprossen.
Man ist nicht krank. Man fühlt sich nur gekränkt.
Und hält, was es auch sei, für ausgeschlossen.

Man möchte fort und findet kein Versteck.
Es wäre denn, man ließe sich begraben.
Wohin man blickt, entsteht ein dunkler Fleck.
Man möchte tot sein. Oder Gründe haben.

Man weiß, die Trauer ist sehr bald behoben.
Sie schwand noch jedes Mal, so oft sie kam.
Mal ist man unten, und mal ist man oben.
Die Seelen werden immer wieder zahm.

Der Eine nickt und sagt: "So ist das Leben."
Der andre schüttelt seinen Kopf und weint.
Wer traurig ist, sei´s ohne Widerstreben!
Soll das ein Trost sein? So war´s nicht gemeint.

(Erich Kästner)